{"id":467,"date":"2017-07-08T13:25:00","date_gmt":"2017-07-08T11:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/naturerlebnispfad.alraune-hamburg.de\/?p=467"},"modified":"2022-09-15T18:51:27","modified_gmt":"2022-09-15T16:51:27","slug":"der-alraune-naturerlebnispfad-die-idee-und-wie-es-mit-ihr-weitergeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/naturerlebnispfad-alraune.de\/index.php\/2017\/07\/08\/der-alraune-naturerlebnispfad-die-idee-und-wie-es-mit-ihr-weitergeht\/","title":{"rendered":"Der Alraune-Naturerlebnispfad. Die Idee und wie es mit ihr weitergeht"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Alraune-Naturerlebnispfad. Die Idee und wie es mit ihr weitergeht.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Besucher, liebe k\u00fcnftige Besucher des Naturerlebnispfades der Alraune gGmbH,<br>besser als wir es k\u00f6nnen, schildert uns Andr\u00e9 (6 Jahre alt) auf seinem Bild, was er bei uns\u00a0<br>unterwegs auf dem Naturerlebnispfad durch ein St\u00fcckchen sorgsam gesch\u00fctzter Natur mitten in der Gro\u00dfstadt gesehen und erlebt hat. Ihnen und uns, dem f\u00fcr den  Naturerlebnispfad t\u00e4tigen Team, erlaubt dieses \u201eDokument\u201c eine gewisse \u201e\u00dcberpr\u00fcfung\u201c, ob unser Anliegen, den Kindern der Stadt Erlebnisse in und mit der Natur zu erm\u00f6glichen, echte, bleibende Resonanz bei ihnen findet. Wir meinen: Ja.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Naturerlebnispfad: Lernen durch erleben, entdecken und erfahren.<\/strong><br>Andr\u00e9 zum Beispiel, f\u00fchrt uns mitten hinein in die manchmal dunkle, manchmal helle Welt der Krabbeltierchen. Die k\u00f6nnen dicht unter dem Boden und dem f\u00fcr die Natur so wichtigen Totholz leben, das mit seinem zunehmenden Verfall f\u00fcr den notwendigen Humusnachschub im Wald sorgt. Bei den \u00fcberirdisch lebenden Verwandten der dort hausenden Arten, geht es dann schon farbiger zu. Ob Andr\u00e9 mit dem auf rotem Kleid schwarz gepunkteten K\u00e4fer einen Marienk\u00e4fer gemeint hat? Schwierig, das aus dem Bild herauszulesen. Doch diese Art der Stimmigkeit in der Wiedergabe des Gesehenen ist auch gar nicht so wichtig. Denn Andr\u00e9 entwickelt hier frei seine Beobachtungsgabe und entwickelt sie selbstst\u00e4ndig. Darum geht es. Sorgf\u00e4ltig stattet er alle von ihm entdeckten \u201eMinimonster\u201c dann auf seinem Bild mit sechs Beinen aus. So wie er es ganz richtig als allgemeines k\u00f6rperbauliches Merkmal\u00a0 dieser Krabbler wahrgenommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch l\u00e4ngst nicht nur die haben bei Andr\u00e9 erkennbar Eindruck hinterlassen. Er schildert uns seine Wahrnehmungen und sein emotionales Erleben der ganzen lebendigen Natur um ihn herum, vom Erdboden bis hinauf zu den Baumkronen. Er erfasst zwischen Erdboden und Baumkronen unterschiedliche lebensr\u00e4umliche Zonen, in denen mal unterirdisch gekrochen, mal \u00fcberirdisch gelaufen und dar\u00fcber dann geklettert und geflattert wird. Er nimmt sich ganz richtig die k\u00fcnstlerische Freiheit, das als eine Collage festzuhalten und ma\u00dfst\u00e4blich das hervorzuheben, was ihn besonders beeindruckt hat.\u00a0 Zeitgleich l\u00e4sst er auf seinem Bild die Sonne vom Himmel scheinen und den Regen aus den Wolken fallen. Intuitiv erfasst er diese elementaren Bedingungen f\u00fcr alles Leben in der Natur.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unsere Angebote, unsere M\u00f6glichkeiten f\u00fcr KITA und Grundschule.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ist das ein Regenbogen, den Andr\u00e9 da unten rechts in der Bild Ecke gemalt hat?\u00a0 Welches blaue Vogelwesen stelzt da auf langen Beinen und Watschelf\u00fc\u00dfen durch sein Bild? Kinder wollen, dass wir sie nach ihren Erlebnissen fragen. Sie wollen sie mitteilen, denn so k\u00f6nnen sie ihre Eindr\u00fccke und Erkenntnisse reflektieren und festigen. Darauf achten wir in der Begegnung mit den Kindern.\u00a0\u00a0Das ist es im Kern, was wir den Kindern auf dem Naturerlebnispfad erm\u00f6glichen wollen. Ein m\u00f6glichst freies Erleben, Entdecken und Erfahren von Natur, so wie wir sie in einer vom Menschen fast durch und durch gestalteten Umwelt vorfinden k\u00f6nnen. Wir wissen, dass ein immer nur \u201eidealtypisch\u201c gesetztes Ziel sein kann. Aber wir wissen auch, dass Lernen unter solcher Voraussetzung am besten gelingt. Weil es auf der Eigenmotivation der Kinder beruht. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spielerisch lernen! Das Spielen wieder lernen!<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen eine m\u00f6glichst stetig erreichbare Erg\u00e4nzung zum vorschulischen und schulischen Lernen in der KITA und in der Grundschule f\u00fcr die Kinder anbieten. Dort kann die Natur z. B. in den Sachkundeunterricht auf vielf\u00e4ltige Weise hinein geholt werden. Wir bieten an, die Kinder in die Natur zu holen und sie dort etwas erleben, entdecken und erfahren zu lassen. Informieren Sie sich dazu gern unter unserer Rubrik \u201eNaturerlebnispfad\u201c, welche Stationen wir auf dem Pfad daf\u00fcr bereithalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel daf\u00fcr, dass Sie hier auf der Website unter \u201eStationen\u201c finden, ist unser Barfu\u00dfpfad. Dort haben wir einmal in je einzelnen Fl\u00e4chen hineinsortiert, auf welchen ganz unterschiedlichen B\u00f6den und Untergr\u00fcnden wir in der Natur so laufen \u2013 und \u201enat\u00fcrlich\u201c meistens in Schuhen. Aber wie f\u00fchlt sich das dann direkt auf den Fu\u00dfsohlen an, wenn es wortw\u00f6rtlich \u00fcber Stock und Stein, \u00fcber Humuserde, Sand, Tannenzweigen oder gar durch richtigen echten Matsch geht? Die meisten Kinder drehen gleich mehrere Runden hintereinander. Und f\u00fcr sie hat die\u00a0 \u201eAbteilung Matschwaten\u201c immer die gr\u00f6\u00dfte Aufmerksamkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Barfu\u00dfpfad muss von uns nichts erkl\u00e4rt werden. Die Kinder erfassen und erproben selbst, wie sie sich auf den Untergr\u00fcnden bewegen k\u00f6nnen, auf welche Arten sie die ertasten k\u00f6nnen, wie sich was wie anf\u00fchlt und wie vorsichtig oder forsch man welche Stellen angehen kann. Das geht bis zur Erfahrung gleichzeitig auftretender, sich dabei widersprechender, ambivalenter Gef\u00fchlerfahrungen. Wir haben schon Kinder gesehen, die liefen mit einem langgezogenen \u201eIIIIHHH\u201c durch den Matsch, das die Erfahrung dieses zwiesp\u00e4ltigen \u201egruselig-kribbeligen Genusses\u201c genau zum Ausdruck brachte. Kinder streben es ganz von allein an, ihr emotionales Erleben und kognitives Wahrnehmen zu entwickeln und auszudifferenzieren. Die Natur bietet ihnen daf\u00fcr die besten M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wundern uns nicht, wenn gerade Gro\u00dfstadtkinder auch mal vor \u201eSchmutz\u201c zur\u00fcckschrecken, wenn sie vor allem, was allzu stachelig, glitschig, kratzig oder giftig erscheint, erst einmal \u201e\u00fcbertrieben\u201c zur\u00fcckschrecken. Zum einen kann Vorsicht durchaus geboten sein. Darauf achten wir. Zum anderen: Woher sollen sie die Erfahrung mit dem rutschigen Bachufer, den Brenneseln und Brombeeren der \u201eganz normalen Natur\u201c auch nehmen? Es geht in der Regel ganz schnell, dass sie sich in ihr wach und immer ge\u00fcbter zu bewegen beginnen und ihren Sinnen und Emotionen, ihrer Phantasie und ihren Gedanken in dieser gegen\u00fcber der Stadt ganz anderen Erlebniswelt freien Lauf lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie entwickeln dabei sowohl ihre Selbstst\u00e4ndigkeit, wie ihr Bed\u00fcrfnis nach sozialem Zusammenhalt.\u00a0Einige der Kinder gehen nur sehr z\u00f6gerlich oder gar nicht auf den Barfu\u00dfpfad oder an andere Erlebnisangebote heran. Bei uns wird dazu keines auch nur \u201eangehalten\u201c oder gar gezwungen! Wer will, der versucht sich neben dem Barfu\u00dfpfad eben an den dort aufgestellten anderen Spielm\u00f6glichkeiten. Ermunterung ist wichtig. Die gegeben sich die Kinder auch selbst: \u201eKomm, mach mit.\u201c Dann sieht man dann das eine M\u00e4dchen, das die Freundin erst mal an die Hand nimmt und dann geht es zusammen los, auf den Barfu\u00dfpfad, auf Steg am Bachufer oder an die Kletterseile. Wir wollen mit dem Naturerlebnispfad einen Raum in der Gro\u00dfstadt f\u00fcr Kind gerechte Erfahrungen anbieten, in dem sie sich erproben k\u00f6nnen. Deshalb passen wir passen auf \u2013 und schrecken bei unseren Expeditionen in die \u201eWildnis\u201c vor Matsch und Totholz, vor Brombeerstrauch und Bachufer<br>nicht zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Selber machen: Erleben und entdecken. Forschen und fragen. Selbst werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Nein. Das kann ich schon alleine!&#8220; Diesen mit zugleich Protest, Stolz und Selbstbewusstsein ausgesprochen Satz h\u00f6ren wir gerade bei unsern j\u00fcngsten KITA-Knirpsen hin und wieder einmal, wenn wir Hilfestellung anbieten wollen. Wir freuen uns, das zu h\u00f6ren! Unsere aller J\u00fcngsten sind gerade aus der Phase heraus, wo sie ihre Eigenwirksamkeit entdeckt haben und sie dann mit Feuereifer weiter entwickeln wollen. Genau das soll auf dem Naturerlebnispfad geschehen. Mit zunehmendem Alter wechseln sich dann Unterst\u00fctzung durch uns und das selber Tun ab mehr und mehr ab. Entscheidend ist, dass die Kinder so oft wie nur m\u00f6glich selbst das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen. Das hei\u00dft in unserem Fall die Becherlupe, den Kescher und die Rindenst\u00fccke &#8211;\u00a0und ganz vorsichtig auch mal den kleinen Molch und alles was sonst noch kriecht und krabbelt. Hier geht es um das forschende Lernen. Das bedeutet dann, den ganz nat\u00fcrlichen Entdecker- und Forscherdrang der Kinder, mit Sinn und Blick\u00a0f\u00fcr den sorgsamen Umgang mit aller lebenden Natur zu verbinden. Kinder begreifen das in der Regel sehr schnell. <br>Ganz vorsichtig wird der Molch auf seiner glitschig anmutenden Haut gestreichelt, die sich dann unvermutet samtig anf\u00fchlt. Der Molch regt sich nicht das kleinste Bisschen. Ist der jetzt tot? Nein der tut nur so. Sich tot stellen ist f\u00fcr ihn ein Schutz. Dann mag ihn keiner mehr fressen. Man merkt es den Kindern an, wie spannend, neu und aufregend das ist. F\u00fcr den Molch ist die Forschungsaktion eine geh\u00f6rige Portion Stress! Hier m\u00fcssen die Kinder  einen nicht geringen inneren Kampf mit sich ausfechten. Am liebsten w\u00fcrden sie das Tierchen mit nach Hause nehmen! Es weiter haben k\u00f6nnen und weiter beobachten, was der kleine lebendige Spielzeugdrache so alles macht. Dass der Molch diese Rolle nur um den Preis seines Lebens w\u00fcrde spielen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir dann erkl\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p>Kann der bei mir nicht im Einmachglas wohnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, zu klein. Und Du w\u00fcrdest kein Futter f\u00fcr ihn finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum? Was frisst der denn?<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr diese \u00dcberzeugungsarbeit braucht es meist nicht lang. Zum beschriebenen, ganz normalen Impuls der Kinder, kommt rasch ein Begreifen dazu, dass ein echtes Tier seine Freiheit braucht, um leben zu k\u00f6nnen. Im Gegensatz zum Spielzeugdrachen, fordert es Respekt und R\u00fccksichtnahme auf seine Bed\u00fcrfnisse, hinter denen die W\u00fcnsche der Kinder zur\u00fcckstehen m\u00fcssen.\u00a0 Da finden die Kinder zu einer echten Verzichtsleistung, die ihnen zu einer neuen Haltung zum Tier verhilft. Sie entwickeln schnell einen Besch\u00fctzerinstinkt, schl\u00fcpfen mit Stolz in die Rolle der Retter und entlassen ihre Forschungsobjekte in die Freiheit. Aber nat\u00fcrlich wollen sie die beim n\u00e4chsten Besuch wiedersehen. Dann wiederholen sie beim Erz\u00e4hlen ihr neues Wissen \u2013 und achten sehr darauf, dass es den Molchen gut geht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zum Schluss.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Konnten wir Ihnen einen Eindruck geben, was wir erreichen m\u00f6chten und wie wir arbeiten wollen?<br>F\u00fcr Anfragen von Ihnen sind wir immer offen. Und: Wir sind alle \u201eLaien\u201c in Sachen Natur und P\u00e4dagogik. Wir brauchen auch Ihre Erfahrungen als Eltern und ihren Sachverstand als P\u00e4dagogen und Naturkurkundige. Wir greifen Ihre Ideen gern auf und pr\u00fcfen, ob wir sie umsetzen k\u00f6nnen. Sie k\u00f6nnen zu Erkundungs- und Vorgespr\u00e4chen zu uns kommen und soweit m\u00f6glich, wir zu Ihnen in die KITA oder die Grundschule. Sie k\u00f6nnen uns einmalig mit wechselnden Kindergruppen besuchen und nat\u00fcrlich mit derselben Gruppe wieder kommen. Ein besonderes Angebot dabei ist die kleine Imkerei hier auf dem Gel\u00e4nde und Angebote zu allen Themen darum herum. Sie sind herzlich eingeladen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Alraune-Naturerlebnispfad. Die Idee und wie es mit ihr weitergeht. Liebe Besucher, liebe k\u00fcnftige Besucher des Naturerlebnispfades der Alraune gGmbH,besser als wir es k\u00f6nnen, schildert uns Andr\u00e9 (6 Jahre alt) auf seinem Bild, was er bei uns\u00a0unterwegs auf dem Naturerlebnispfad durch ein St\u00fcckchen sorgsam gesch\u00fctzter Natur mitten in der Gro\u00dfstadt gesehen und erlebt hat. Ihnen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/naturerlebnispfad-alraune.de\/index.php\/2017\/07\/08\/der-alraune-naturerlebnispfad-die-idee-und-wie-es-mit-ihr-weitergeht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eDer Alraune-Naturerlebnispfad. 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